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Doppelt erfolgreich

…war das elfköpfige Schülerteam der Berufsschule Kremsmünster mit dem von Ihnen entwickelten Produkt. Der im Rahmen des Freigegenstandes „Kreatives Gestalten für Begabte“ entwickelte flexible Stehtisch gewann nicht nur den 1. Platz beim Keplinger Designpreis 2017, sondern wurde auch im Zuge des bundesweiten Schulwettbewerbes jugend innovativ 2017 mit 463 Einreichungen mit dem 2. Platz in der Kategorie Design ausgezeichnet. Weiß man zusätzlich, dass für Zielgruppenbestimmung und Anforderungsprofil, für Ideenfindung, Gestaltungsprozess, Fertigungszeichnung und Produktion sowie Dokumentation an der Berufsschule nur insgesamt 30 Stunden zur Verfügung stehen, am Wettbewerb jugend innovativ aber fast nur Maturaprojekte mit viel höherer Stundenanzahl teilnehmen, dann wird die erbrachte Leistung erst richtig sichtbar.
Unsere 11 Lehrlinge der Berufe Tischler und Tischlereitechniker aus den 3 Schulstufen trafen sich freiwillig nach der regulären Schulzeit, um das Projekt auszuarbeiten. Die vom Lehrerteam gestellte Aufgabe war es, ein flexibles Kommunikationsmöbel für die Pausenhalle zu entwerfen.
Nach der Zielgruppenbestimmung und der Identifikation der gewünschten Merkmale ging es an die Ideenfindung. „Ideen hatten wir sofort sehr, sehr viele. Eigentlich die größte Schwierigkeit war es, aus den ganzen Ideen einen guten Entwurf zu bekommen, der Ideen von jedem enthielt und mit dem jeder im Team leben konnte“, so Johannes Hauer, der Sprecher des Schülerteams.
Das Ergebnis ist „Schnapp den Michl“, eine hochgradig mobile und flexible Stehtischkombination, die zerlegbar, in sich selbst verstaubar und leicht transportierbar ist, und deren Aufbau nur ein paar Minuten in Anspruch nimmt. Die großen Anbauplatten dienen gleichzeitig als Koffer für sämtliche Teile, in denen das Möbel einfach und platzsparend an den gewünschten Ort transportiert werden kann. Der zentrale kleine Tisch kann einfach auf das aus zwei ineinandergreifenden Teilen bestehenden Fußgestell aufgesteckt werden. Sämtliche Tischplatten bestehen aus zwei übereinander geleimten Sperrholzplatten, wobei die obere Lage an den passenden Stellen Ausnehmungen aufweist, wie man sie von einem Puzzle kennt. Die beiden großen Anbauplatten sind zusätzlich an einem Ende mit einem Gegenstück dazu versehen, das entweder als Griff zum Transport dienen, oder direkt als Verbinder verwendet werden kann. Zusätzlich wurden Verbindungsteile gefräst, durch die die drei Tische in unterschiedlicher Formation miteinander verbunden werden können.
„Wenn man die gespiegelten Möglichkeiten dazu zählt, dann kommt man auf 90 verschiedene Aufstellvarianten, sonst sind es eben 45“, gibt Jakob Lindorfer seine Berechnungen preis.
Konzipiert wurde das Möbel für halböffentliche Bereiche in Betrieben oder Schulen, für Veranstaltungen und Eventagenturen. Der typische Nutzer ist also der Besucher von Mensa, Buffet oder Veranstaltung, der sich in Pausen um das in verschiedener Form anordenbare Möbel gruppiert, um dort Kaffee zu trinken oder einen Imbiss zu sich zu nehmen.
Die mit dem Entwurf und dem schließlich erstellten Prototypen erzielten Erfolge erfüllen nicht nur die jungen Kreativen, sondern auch das Lehrerteam und unseren Direktor mit großem Stolz: „Wieder ein Beweis für die vielfach unterschätzte Begeisterungs- und Leistungsfähigkeit von Berufsschülerinnen und -schülern“, so BD RgR Dipl.-Päd. Ing. Hans Bartl.

Link zum Video:

www.youtube.com/watch